Wir alle lieben unseren Aussie nicht zuletzt wegen seiner Verschiedenartigkeit. Selten ist eine Hunderasse so individuell, wie der Aussie es ist.

Dies betrifft sowohl seinen Charakter, als auch das äußere Erscheinungsbild.

Dabei fallen zunächst seine unterschiedlichen Farbvarianten ins Auge. Auch die Augenfarbe weist die verschiedensten Facetten auf. Doch auch die Rutenlänge variiert bei den Aussies von der ganz kurzen bis zur langen Rute. Dies stellt so manchen Welpenkäufer vor ein Problem, u. a. weil man bei den täglichen Gassirunden so manch kritischem Blick ausgesetzt ist und sich vielleicht auch den ein anderen dummen Spruch anhören muss.

Dieser Text soll als Aufklärung dazu beitragen, um bei solchen Begegnungen entsprechend reagieren zu können und sich selbst auch beim Kauf eines Welpen nicht von dieser naturgegebenen Besonderheit des Aussies abhalten zu lassen.

Die natürliche Stummelrute (NBT) gehört zum ursprünglichen Aussie dazu, wie die Wolle zum Schaf. Gerade bei den ursprünglichen Aussies, die noch zur Arbeit gezüchtet und zum Hüten eingesetzt wurden, war die Stummelrute erwünscht, barg sie doch ein erheblich geringeres Verletzungsrisiko für den Hund.

ss niemals zwei NBT-Hunde miteinander verpaart werden dürfen. Bei den Welpen kann es sonst zu extremen körperlichen Schäden kommen. Eine solche Verpaarung ist in Deutschland tierschutzrelevant und fällt unter den Begriff Qualzucht.

In Amerika werden die Aussies bis heute an der Rute kupiert, um auch bei langrutigen Hunden eine Stummelrute zu erzielen. Der ASCA-Standard sieht bis heute keine Regularien dazu vor, wie ein Aussie seine Rute zu halten hat... Die Rute existiert schlcht gar nicht.

Das Kupieren möchten wir nicht gutheißen, in Deutschland ist dies auch verboten und das ist auch gut so. Die Ausführungen sollen nur verdeutlichen, dass die natürliche Stummelrute dem eigentlichen Standard entspricht und überhaupt nichts Abnormales ist.

Verpaart man einen langrutigen Hund mit einem NBT-Hund, können bei den Welpen Ruten in allen Längen entstehen - von ganz lang bis ganz kurz. So ist die Natur und darauf hat der Züchter keinen Einfluss. Die natürliche Stummelrute liesse sich allenfalls ausmerzen, indem man sämtliche NBT-Hunde aus der Zucht nähme. Nur warum sollte man das tun, wenn die Hunde gesund sind?

Ein seriöser Züchter weiß auch, wo die Risiken bei der Zucht mit NBT-Hunden liegt. Ihm sollte bekannt sein, da

Beachtet man dies jedoch, spricht aus unserer Sicht nichts dagegen, mit einem Hund zu züchten, der selbst eine natürliche Stummelrute hat und diese auch vererben wird, vorausgesetzt, dass der Hund gesund ist.

In diesem Zusammenhang sollte sich der Welpenkäufer die Frage stellen, ob er den treuen Freund, den er für die nächsten 10 - 15 Jahre bei sich aufnimmt und der Teil seiner Familie werden wird, an der Rutenlänge mesen sollte.

Kommt es nicht vielmehr auf den Charakter des neuen Schützlings an? Ist es nicht viel wichtiger, dass der Hund zu seiner neuen Familie wirklich passt und so ein Teil von ihr werden kann?

Wir haben großes Verständnis dafür, dass manch anderer eine lange Rute bevorzugt. Wir glauben aber fest daran, dass die Rute nicht den Hund ausmacht. Daher sollte man sie auf gar keinen Fall als entscheidendes Kriterium bei der Wahl eines Welpen ansehen.

Noch ein kurzer Satz zu den Vorurteilen, die man oft über Hunde mit Stummelruten hört: Wir haben schon oft gehört oder gelesen, dass ein Hund mit NBT nicht richtig kommunizieren kann. Das ist aber absoluter Unfug. Die Kommunikation zwischen unseren Hunden läuft über so viele kleine Antennen ab, die wir Menschen gar nicht wahrnehmen, dass die Rute hier nicht wirklich entscheidend ist.

Und dazu, dass ein NBT-Hund sich gar nicht freuen kann, weil er ja schließlich nicht mit der Rute wedeln kann: Stimmt! Sie wedeln nicht mit der Rute... sie wackeln mit dem ganzen Popo! Wir sind uns sehr sicher, dem Anblick dieser whiggling butts kann sich niemand entziehen und es ist auch für niemanden zu übersehen, dass sich dieser Hund gerade richtig doll freut!